Studium der Germanistik und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Dalhousie University in Halifax/ Kanada.
1984/85 Teaching Assistant am German Department der Dalhousie University. Von 1986 bis 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg.
Seit 1990 freier Autor von literaturkritischen Beiträgen, Buchrezensionen, Schriftstellerporträts, Autoreninterviews und Radio-Fea- tures - u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, für das Kulturradio des Rundfunks Berlin-Bran- denburg, NDR kultur des Norddeutschen Rundfunks und SWR 2 des Südwestrunkfunks.
Lebt und arbeitet in Berlin.
RBB Kulturradio, Samstag, 12. Mai 2012, 19.04 - 19.30 h: KULTURTERMIN „Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut ...“ Zum 125. Geburtstag des Lyrikers Jakob van Hoddis Regie: Ralph Schäfer - Sprecher: Karim Cherif, Viola Sauer, Thomas Diecks
Weltende
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, In allen Lüften hallt es wie Geschrei. Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken. Die meisten Menschen haben einen Schnupfen. Die Eisenbahnen fallen von den Brücken. 1910
Jakob van Hoddis (1887-1942)
Sein Achtzeiler Weltende brachte die Stimmung unter den Künstlern kurz vor dem Ersten Weltkrieg zum Ausdruck und ist heute ei- nes der bekanntesten deutschen Gedichte. Dem in Berlin-Friedrichshain geborenen Jakob van Hoddis waren kaum fünf künstlerisch produktive Jahre vergönnt, in denen sein schmales Werk entstand, das viele Lyriker beeinflusste. Bereits 1912 psychisch schwer er- krankt, verdämmerte er fast dreißig Jahre seines Lebens als Pflegefall und in der Psychiatrie. Im Mai 1942 wurde er von den Nazis de- portiert und in einem unbekannten Vernichtungslager ermordet.
Literaturhinweise zur Sendung: Jakob van Hoddis: Dichtungen und Briefe. Herausgegeben von Regina Nörtemann. Arche Verlag, Zürich 1987 Helmut Hornbogen: Jakob van Hoddis. Die Odyssee eines Verschollenen. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1986
Die Sendung ist zur Sendezeit auch als Livestream hier zu hören.
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Bebilderter Vortrag und Gespräch am Mittwoch, dem 23. Mai 2012, um 18.30 Uhr:
Thomas Diecks Der Humanist Johannes Reuchlin und der "Judenbücherstreit" - Ein frühes Plädoyer für christlich-jüdischen Respekt
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin, Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Ort: Neue Synagoge, Oranienburger Straße 28-30, Berlin-Mitte, Seminarraum
Anmeldung erwünscht bei der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Tel.: 030 - 821 66 83 / Fax: 030 - 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de
Eintritt frei
Anfahrt: S-Bahn: S 1, S 2, S 25 (Bahnhof Oranienburger Straße) U-Bahn: U 6 (Bahnhof Oranienburger Tor) MetroTram: M 1, M 6 (Haltestelle Oranienburger Straße)